Boule / Pétanque - Boulekurs

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Boule / Pétanque
eine kurze Vorstellung zur Faszination des Spiels 


Je einfacher die Grundidee des Spiels, desto schwieriger und vielfältiger ihre Umsetzung. Was erst einmal einfach aussieht, entpuppt sich schnell als Aufgabe mit vielen Tücken und taktischen Raffinessen, angefangen von den immer unterschiedlichen Böden bis hin zum Faktor Können, Glück oder Pech.
Jedes Spiel ist anders, mit neuen Aufgaben und Entscheidungen, was zu machen ist, um die Lage seiner Kugeln zu verbessern. Das kann gerade in der Diskussion im Team sehr interessant werden - drei Leute, drei Meinungen? Ist alles geklärt, geht es an die Umsetzung. Die Zielvorgabe ist ja denkbar einfach, eine der eigenen Kugeln näher zur Zielkugel bringen - o.k. Jetzt ist der Spieler auf sich alleine gestellt, muss sich auf den Wurf konzentrieren, den richtigen Weg finden, seine Gedanken trotz des aufsteigenden Adrenalinspiegels fokussieren und dann alles in eine Bewegung umsetzten. Der Erfolg ist kurz danach sichtbar, oft auch hörbar, entweder im satten Geräusch aufeinander treffender Kugeln oder im Kommentar der Mitspieler. Gar nicht so schlecht - gute Richtung - perfekte Länge, sind übliche und vor allem wohl tröstende Worte als Zuspruch aus dem Team, für die nicht so perfekte Kugel, zur eigenen Motivation und der der Mitspieler.
Für den außenstehenden, interessierten Zuschauer ist alles nur ein scheinbar lockeres, entspanntes Spiel. Er ahnt nicht, was sich während einer Partie, neben den offensichtlichen Problemen mit der jeweiligen Anordnung der Kugeln auf dem Platz, unterschwellig noch so alles tut. Neben der rein technischen Umsetzung im Handling mit den Kugeln, läuft oft ein psychologischer Krimi parallel mit. Da gilt es nicht nur mit dem eigenen Stress und den Ansprüchen an sich selbst fertig zu werden, seine Form- und Motivationskrisen zu überdauern und dem Gegner gegenüber zu kaschieren, sondern auch die Höhen und Tiefpunkte wegzustecken, den Gegner und sich selbst zu beobachten, zu analysieren und einzuschätzen. Gleichzeitig gilt es immer bestrebt zu sein, äußerlich cool und überlegen zu wirken und das Bewusstsein beizubehalten, dass die Partie zu gewinnen ist. Beim Stand von 0:12 wird das verständlicherweise schon schwieriger. Dann gibt es Gegner, die sehr geschickt darin sind, die möglichen psychologischen Freiräume des Spieles auszunutzen oder zu zelebrieren und manchmal dabei die Grenzen der Fairness oder des guten sozialen Umgangs bewusst oder unbewusst zumindest erreichen. So eine Partie wir dann oft mehr im Kopf der Beteiligten entschieden als nach dem eigentlich technischen Vermögen der Akteure. Aber auch gerade dies macht den Reiz des Boule-Sports mit aus. Nicht nur einfach der Schnellste oder Geschickteste zu sein, nein das ist nicht unbedingt das Ausschlaggebende, hier wird mit allen Nuancen gespielt.
Boule ist, egal wie man es auch spielt, immer ein „Triplette“ aus Motorik, Kommunikation und Psychologie. 
 
 
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